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Magazin der Tierfreunde
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In Bad Wildungen werden Reha-Kuren für Tiere angeboten

Morgens Fango …

Massage bei einem Rauhhaardackel

Im hessischen Bad Wildungen gibt es seit rund einem Jahr das einzige „Vierbeiner Reha-Zentrum“ in Europa. Vier Veterinäre, eine Assistenzärztin und eine ausgebildete Tierphysiotherapeutin kümmern sich um Muskeln, Gelenke und Gewebe von Hunden, Katzen und Pferden. Aber auch andere Heimtiere werden auf Wunsch behandelt – selbst Kaninchen und Frettchen waren hier schon Patient.

Die Methoden, die hier angewendet werden, sind in der Humanmedizin gang und gäbe. In der Behandlung von Tieren sind sie neu. Deswegen werden hier auch Tierärzte auf diesem speziellen Feld weitergebildet.

Die vierbeinigen Patienten erwartet die ganze Palette der Physiotherapie: Von Licht-, Aroma- und Magnetfeldtherapien über Reizstrombehandlungen bis hin zu Massagen und Akupunktur. Im größten Behandlungsraum des „Vierbeiner Reha-Zentrums“ – der sogenannten „Turnhalle“ – gibt es ein lang gestrecktes Wasserbecken mit (heb- und versenkbarem) Unterwasserlaufband, auf dem die Tiere nach Operationen trainieren. Ziel: Sie sollen wieder zu normalen Bewegungsabläufen kommen. Bedeutet: richtig auf allen vier Pfoten laufen.

Mehr als zweihundert Hunde wurden bisher im Bad Wildungen behandelt. Wohnt der Patient nicht in der Nähe, quartiert sich sein Herrchen oder Frauchen für die Zeit der Behandlung am besten in einem Hotel oder eine Pension ein. Das Reha-Zentrum selbst befindet sich praktischerweise im Maritim-Hotel. Die alte Kurregel „Morgens Fango, abends Tango“ ist in dieser Kombination besonders gut einzuhalten …

Kosten der Behandlung: je halbe Stunde 50 DM. Dazu kommen noch Kosten für Eingangs-, Kontroll- und Schlussuntersuchungen. Informationen: Reha-Zentrum für Vierbeiner, Dr.-Marc-Straße 4, 34537 Bad Wildungen, Telefon 0 56 21/ 80 28 80 oder Fax 80 28 89.

Quelle: Magazin der Tierfreunde Nr. 6/2000 Seite 6