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Magazin der Tierfreunde
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Ein oder zwei Hunde im Haus?

Hunde sind Rudeltiere und fühlen sich in der Gesellschaft ihrer Artgenossen wohl. Andererseits schließen sie sich auch eng an menschliche Partner an, sie betrachten diese Gruppe als ihr heimisches Rudel. Die Anschaffung von zwei Hunden ist daher artgerecht, wenn auch keine absolute Notwendigkeit, wichtig ist nur, daß man genügend Zeit für die Tiere aufbringen kann.

Zwei Hunde beschäftigen sich miteinander, wobei zwischen ihnen nicht immer absolute Eintracht zu herrschen braucht. Unproblematisch ist das Miteinander meist bei Tieren, die schon als Welpen ins Haus kamen. Entscheidet man sich erst später für einen zweiten Hund, sollte man sich beim Züchter und über Fachliteratur informieren, welches Tier am bestem zu dem schon eingewöhnten "Familienmitglied" paßt. Ansonsten gehören kleinere Streitereien einfach zu einem ganz normalen Hundeleben. Schnell wird sich aber zwischen zwei oder mehr Hunden eine Rangordnung herausbilden, wobei der Mensch nicht eingreifen muß. Wie die Experten des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V. betonen, sollten die Hundehalter diese Hierarchie beachten und respektieren. Es führt zu ständigen Streitereien, wenn man den "unterlegenen" Hund besonders verwöhnt und den ranghöheren bestraft, sobald er den anderen anknurrt oder sogar beißt.

Im Gegenteil, ständige Bevorzugung des Rangniederen läßt Groll bei seinem Kumpanen wachsen, der sich bei einer passenden Gelegenheit in einem ernsthaften Beißangriff entladen kann. Daher gilt die Regel: Der ranghöhere Hund wird zuerst begrüßt und zuerst gefüttert. Das mag nach menschlichen Maßstäben schmerzlich sein, Hunde respektieren aber klare Verhältnisse. Sie sind ihnen als Rudeltiere instinktiv vertraut und schützen vor ständigen Rangeleien.

Quelle: Magazin der Tierfreunde Nr. 1'99 Seite 10