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Der deutsche Heimtiermarkt
Umsatz- und Strukturdaten 2002
Nach der aktuellen Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Industrieverbands Heimtierbedarf e.V. (IVH) gaben die Bundesbürger im Jahr 2002 trotz Konjunkturkrise viel Geld für qualitativ hochwertiges Futter und Wellnessprodukte aus.
Insgesamt erreichte der deutsche Heimtiermarkt im Jahr 2002 ein Umsatzvolumen von über 2,9 Mrd. Euro (2001: 2,7 Mrd. Euro). Allerdings, darauf weist der IVH hin, sei aufgrund einer verfeinerten Datenerhebung ein Vergleich mit den IVH-Umsatzzahlen 2001 nur bedingt möglich. Die Heimtierpopulation wurde für 2002 nicht erhoben.
Marktvolumen Heimtierbedarf
| Warengruppe | Mio. Euro |
| Fertignahrung | 2.185 |
| Zubehör | 761 |
| Summe | 2.946 |
Vom gesamten Umsatzvolumen entfallen mit 2,2 Mrd. Euro über 75 Prozent auf Heimtiernahrung. Leichte Zuwächse gab es laut IVH in den Bereichen Snacks und Premium-Trockenfutter für Hund und Katze. Im Ziervogelbereich sind dagegen weiter Rückgänge zu beobachten.
Marktvolumen Fertignahrung
| Hundefutter | Mio. Euro |
| Nassfutter | 334 |
| Trockenfutter | 347 |
| Snacks | 243 |
| Gesamt | 924 |
| Veränderung zum Vorjahr | +3,5% |
| Katzenfutter | Mio. Euro |
| Nassfutter | 751 |
| Trockenfutter | 180 |
| Snacks | 85 |
| Gesamt | 1.016 |
| Veränderung zum Vorjahr | +5,8% |
| Vogelfutter | Mio. Euro |
| Allein-/Hauptfutter | 65 |
| Ergänzungsfutter | 33 |
| Gesamt | 98 |
| Veränderung zum Vorjahr | -7,5% |
| Zierfischfutter | Mio. Euro |
| Hauptfutter / Gesamt | 61 |
| Veränderung zum Vorjahr | +1,7% |
| Futter für sonstige Heimtiere | Mio. Euro |
| Hauptfutter / Gesamt | 86 |
| Veränderung zum Vorjahr | +4,9% |
"Diese Zahlen verdeutlichen: Das Interesse an der Heimtierhaltung ist ungebrochen! Zwar hat die sinkende Kaufkraft in den letzten Jahren zu einer verstärkten Nachfrage nach preisgünstigen Heimtierprodukten im Lebensmitteleinzelhandel, in Drogerien und Discountmärkten geführt. Darüber hinaus sind jedoch auch hochpreisige Futtermittel und Snacks gefragt", erklärte ZZF-Präsident Klaus Oechsner auf der DeZooFa-Pressekonferenz.
Die Gründe hierfür sieht Oechsner unter anderem in einer veränderten Einstellung der Tierhalter. Da die Menschen sich selbst immer stärker um eine Verbesserung ihres Allgemeinzustands bemühen - mit gesunden Lebensmitteln, Wellness-Anwendungen oder Sport - achten sie auch stärker auf das ganzheitliche Wohlbefinden ihrer Heimtiere. Etliche Hunde- und Katzenhalter legen Wert auf eine artgerechte Pflege und Ernährung ihrer Tiere.
Marktvolumen Bedarfsartikel
| Bedarf für | Mio. Euro |
| Hunde | 121 |
| Katzen | 142 |
| Katzenstreu | 189 |
| Ziervögel | 59 |
| Zierfische | 181 |
| Kleinsäuger | 69 |
| Gesamt | 761 |
| Veränderung zum Vorjahr | +2,4% |
Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Wellness-Produkten und Qualitäts-Trockenfutter konnte der Fachhandel im letzten Jahr Marktanteile zurückgewinnen. Wurden im Jahr 2001 Futtermittel für Heimtiere noch zu 75 Prozent im LEH, in Discountern oder in Drogeriemärkten umgesetzt, lag der Marktanteil in 2002 um 7 Prozent niedriger bei nur noch 68 Prozent. Im Bereich der Zubehörartikel sank der Marktanteil des LEH nur leicht von 16 auf 15 Prozent.
Umsatz nach Vertriebswegen
| Fertignahrung | Mio. Euro | in % |
| LEH/Drogerien | 1.486 | 68% |
| Fachhandel/Zooabtlg. | 699 | 32% |
| Gesamt | 2.185 | 100% |
| Bedarfsartikel | Mio. Euro | in % |
| LEH/Drogerien | 114 | 15% |
| Fachhandel/Zooabtlg. | 647 | 85% |
| Gesamt | 761 | 100% |
Im Lebensmittelhandel entscheiden Kunden sich nach wie vor für niedrigpreisige Produkte. Das komme besonders den Eigenmarken zugute, die in der Regel um 10 bis 30 Prozent preisgünstiger sind als vergleichbare Markenartikel.
Doch die Umsatzzahlen spiegeln nur bedingt die Situation des Zoofachhandels in Deutschland wider: "Obwohl der Heimtiermarkt insgesamt leichte Umsatzzuwächse zu verzeichnen hat und der Fachhandel Marktanteile gewinnt, hat sich das betriebwirtschaftliche Ergebnis von kleinen Zoofachhandlungen gegenüber dem Vorjahr eher verschlechtert", sagt Klaus Oechsner. Nur einige Franchisebetriebe und Zoomärkte mit Verkaufsflächen ab 500 qm an verkehrstechnisch gut angebundenen Standorten berichten von Gewinnen.
Quellen: Industrieverband Heimtierbedarf (IVH), Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Mitgliedsunternehmen des ZZF, Angaben ohne Gewähr
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