Hunde
Lymphdrüsenkrebs
Frau S. aus Fellbach:
Vor zwei Wochen haben wir bei unserer zwölf Jahre alten Mischlings-Hündin unten am Hals eine große Verdickung festgestellt. Sie hat auch seit ein paar Tagen nicht mehr richtig gefressen und läuft auch nicht mehr so gerne. Die Tierärztin hat alles abgetastet und Blut abgenommen, hat uns aber nicht viel Hoffnung gelassen. Am nächsten Tag hat sie angerufen und gesagt, daß die Blutergebnisse nichts Gutes bedeuten. Sie sagte, sie hätte Lymphdrüsenkrebs und man könne nichts mehr machen, auch Medikamente oder andere Behandlungen würden nichts bringen. Kann sie mit nur einer Blutabnahme so etwas wissen? Muß man nicht Röntgenbilder oder irgendwas anderes machen? Unsere Hündin frißt kaum noch und hat schon über fünf Kilo abgenommen. Ansonsten geht es ihr aber ganz gut. Leckerlis oder Kausticks frißt sie gerne und ohne Probleme.
Dr. Spangenberg am 22.10.2009:
Die Diagnostik einer Krebserkrankung kann man auch durch Betasten stellen, wenn der Tumor außen liegt. Zusätzlich geben die Ergebnisse der Blutuntersuchung einen Hinweis. Die Kollegin hat wohl auch in Betracht gezogen, daß das Tier schon recht alt ist.
Wie auch immer, theoretisch gibt es natürlich die Möglichkeit einer Chemotherapie und Bestrahlung, wenn eine OP nicht möglich sein sollte. Doch wollen Sie das der Hündin noch zumuten?
Die Futterverweigerung ist das Zeichen, daß das Tier nicht mehr leben möchte. Wollen Sie da eingreifen?
Beachten Sie: Eine Online-Beratung ersetzt nicht den Besuch beim Tierarzt. Gerade wenn es Ihrem Heimtier akut schlecht geht, sollten Sie es von einem Arzt untersuchen lassen. Bitte beachten Sie auch, daß Antworten im Archiv, die mehr als drei Jahre alt sind, nicht unbedingt dem aktuellen medizinischen Kenntnisstand entsprechen.
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