Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. ZZF
Tier- und Naturschutz

Der "Rote Punkt"

Wir stellen das Wohlbefinden des Tieres in den Mittelpunkt!

Die Mitgliedsbetriebe im Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) sind darauf bedacht, Tiere nicht nur optimal zu halten und zu präsentieren, sondern auch - und vor allem - diese dem Kunden mit der entsprechenden Beratung ans Herz zu legen. Denn jedes Heimtier hat ganz spezifische Bedürfnisse, die der angehende Heimtierhalter berücksichtigen muß, um seinem tierischen Freund gerecht zu werden. Erst eine artgemäße Haltung und das Wissen um die Lebensgewohnheiten des eigenen Heimtieres schaffen die Voraussetzungen für eine lange und glückliche Beziehung zwischen Mensch und Tier.

Am 25. Mai 1991 haben die Delegierten des ZZF daher in den Heidelberger Beschlüssen umfassende Selbstbeschränkungen für den Handel mit Heimtieren festgelegt. Sie engagieren sich damit weit über die gesetzlichen Vorschriften hinaus für eine ausführliche Beratung im Zoofachgeschäft und den artgerechten Umgang mit Heimtieren. Die Einhaltung der Selbstbeschränkungen ist im Grundsatzprogramm des Zentralverbandes verankert und somit bindend für ZZF-Mitglieder.

In den Beschlüssen sprechen sich die ZZF-Mitglieder gegen die Preiswerbung für Tiere aus. Darüber hinaus haben sie sich verpflichtet, keine Tiere zum Verkauf anzubieten, für deren Ansprüche an Futter-, Unterbringungs- oder Umweltbedingungen der Fachhandel nicht das benötigte Zubehör und Futter liefern kann. Außerdem sollen keine Tiere verkauft werden, die mittels tierschutzwidriger Fang- und Transportmethoden in den Handel gelangen. Das Gleiche gilt für sogenannte Qualzuchten, das sind Tiere, bei denen genetische Defekte in Kauf genommen oder sogar gefördert werden, um einem oft seltsamen "Schönheitsideal" zu entsprechen. Zu den für die Heimtierhaltung ungeeigneten Tieren gehören beispielsweise Giftschlangen, die meisten Skorpione, viele Schildkrötenarten usw.

Als bedingt geeignet werden solche Heimtiere eingestuft, die aufgrund ihrer Lebensweise auf sehr spezielle Haltungsbedingungen angewiesen sind und die nur bei ausführlicher Beratung weitergegeben werden sollen. Dazu gehören Tiere mit räuberischem Verhalten, ausgeprägten territorialen Ansprüchen oder besonderen Futteranforderungen. Bedingt geeignete Tiere, wie beispielsweise Papageien, asiatische Streifenhörnchen, Degus und alle Reptilien, sind mit einem roten Punkt zu kennzeichnen. Wenn Sie also bei Ihrem nächsten Besuch in einem Zoofachgeschäft einen Roten Punkt sehen, fragen Sie nach. Ihr Zoofachhändler berät Sie gern.

Weitere Infos:

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ZZF_HeidelbergerBeschlüsse_Stand 2010 (Quelle: ZZF)212 KB

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