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Ein Leitfaden des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe

Verantwortungsvoll mit Tieren leben

Die artgerechte Haltung (Fische)

Sie sind begeistert von Zierfischen und möchten sich gerne ein Aquarium zulegen? Wundern Sie sich nicht, wenn Ihnen Ihr ZZF-Fachhändler zwar ein Aquarium mit Filter Heizung und Pflanzen verkauft, aber (noch) keine Fische! In einem Aquarium herrscht ein sensibles Zusammenspiel verschiedener Faktoren, wie Wassertemperatur, Wasserhärte und Mineralstoffe. Einige Tage, besser Wochen "Leerlauf" sind unbedingt notwendig, damit sich bestimmte Bakterienstämme bilden können, die dabei helfen, die Wasserqualität vom Leitungswasser zum Aquarienwasser zu verändern. Erst dann können die Fische eingesetzt werden.

Planung muß sein

Kaufen Sie niemals planlos Fische ein! Die Ansprüche und Gewohnheiten der einzelnen Fischarten müssen bereits bei der Einrichtung eines Aquariums berücksichtigt werden. So ergibt sich schon durch die erforderlichen Wasserwerte und die maximale Besatzdichte Ihres Aquariums die erste Eingrenzung der im Zonfachhandel angebotenen Fischarten. Dem Anfänger dient die Formel "1 cm Fisch auf 1 Liter Wasser" zunächst als Orientierungshilfe für die mögliche Anzahl der Fische im Aquarium.

In diesem perfekt eingerichteten Süßwasser-Aquarium kommt die ganze Faszination der Unterwasserwelt zur Geltung.

Die Qual der Wahl

Es gibt unzählige Zierfischarten, eine schöner und faszinierender als die andere. Vielen Aquarianern fällt es da sehr schwer sich für einige wenige Arten im Aquarium zu entscheiden. Doch die Auswahl ist nicht nur eine Geschmacksfrage, denn eine ganze Reihe von Gründen verbietet die wahllose Vergesellschaftung verschiedener Fischarten. Ein paar Beispiele: Schwarmfische müssen, wie der Name schon sagt, im Schwarm von wenigsten zehn Fischen gehalten werden, um sich sicher zu fühlen; die Menge revierbildender Fische sollte die Anzahl vorhandener Reviere am Boden nicht übersteigen, damit den Fischen genügend Rückzugsmöglichkeiten erhalten bleiben; die Fische dürfen nicht mit ihren Freßfeinden zusammengebracht werden, da dies für die Gejagten Dauerstress bedeutet und sich die Lebenserwartung der Fische dadurch drastisch verkürzt.

Auf Nahrungsspezialisten, die ganz besondere Ansprüche an die Futterbedingungen stellen, sollten Sie zumindest am Anfang Ihrer Aquaristik-Laufbahn lieber verzichten.

Auch wenn solche Behältnisse noch in manchen Geschäften angeboten werden, sind sie für die Haltung von Fischen keineswegs geeignet. Aufgrund der kleinen Wasseroberfläche im Vergleich zum Gesamtvolumen, erfolgt ein zu geringer Gasaustausch, was ein stetiges Absinken des Sauerstoffgehaltes im Wasser zur Folge hat. Bitte verzichten Sie auf dieses Folterinstrument! Fische können nicht schreien, aber auch sie sind fühlende Lebewesen, die eine artgerechte Haltung verdienen.

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