Wenn die Hitze Kaninchen, Meerschweinchen und Vögel plagtvon Dr. Rolf Spangenberg 01. Juni 2007 Fast jeder Mensch empfindet Mitleid, wenn er frierende Tiere sieht. Dabei gerät leicht in Vergessenheit, dass Wärme oder gar Hitze viel schlimmere Plagen sein können. Das gilt besonders für Kaninchen und Meerschweinchen. Wildkaninchen schlüpfen bei zu warmer Außentemperatur schnell in ihre kühl-dunklen Gänge. Die Meerschweinchen leben in ihrer südamerikanischen Heimat in kühlen Bergregionen. Deshalb leiden sie unter den Hitzegraden, die bei uns im Sommer in der Wohnung erreicht werden. Die Grenze kann man ungefähr bei 30 Grad ansetzen, ansonsten wird es für die Tiere ausgesprochen gefährlich: Unbehagen oder sogar ein Hitzschlag können die Folge sein. So weit sollte es natürlich nicht kommen. Wer über keine klimatisierten Räume verfügt, kann auf ein einfaches Mittel zurückgreifen: Wenn es in den Innenräumen zu warm wird, werden Kaninchen und Meerschweinchen in einem Behelfsgehege in den Keller expediert. Dort ist es zwar dunkel, was ihnen wenig ausmacht, jedoch angenehm temperiert.
Ziervögel sind Geschöpfe des Lichtes und der Wärme. In südlichen Ländern kann man sehen, wie sie in kleinen Käfigen auf dem Balkon in die pralle Sonne gehängt werden. Das ist aber grobe Tierquälerei! Es gilt die Grundregel, dass man Vögeln immer die Wahl zwischen Sonne oder Schatten lassen muss. Das Gehege ist hoffentlich so geräumig, dass sie sich selber den für sie angenehmsten Platz auswählen können. Im Zweifelsfall stellt man ihren Käfig lieber in den Schatten! |