Fremde Rennmäuse (Gerbils) zusammenführenvon Dr. Rolf Spangenberg 01. September 2008 Rennmäuse sind äußerst sanfte Geschöpfe, die liebevoll miteinander umgehen und auch Menschen nur sehr selten beißen. Da sie praktisch geruchlos sind, lassen sie sich auch in gepflegten Wohnungen problemlos halten. Gerbils erkennen die Angehörigen ihrer Sippe am Geruch und wehe, wenn ein fremder Artgenosse dazukommt! Dann werden sie zu Furien, greifen ihn an und wenn er nicht flüchten kann, sind Todesfälle nicht ausgeschlossen. Deshalb ist es sehr problematisch, eine fremde Rennmaus in die bestehende Gruppe einzuschleusen. Aber es gibt verschiedene „Rezepte“, um das zu bewerkstelligen:
1. Nur bei sehr großen Gehegen, mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten, kann man den Fremdling einfach dazu setzen. Er wird sofort flüchten, sich verstecken und es besteht eine Chance, dass er langsam den vertrauten Nestgeruch annimmt.
2. Man setzt die eigenen Tiere und den Fremden vorübergehend in zwei neue Gehege, die ruhig klein sein können. Jeden Tag werden die Gerbils umgesetzt, also jeweils in das andere ungereinigte Gehege. So riechen sie bald einheitlich.
3. Zwei Tiere, das fremde und eines der eingewöhnten Tiere, werden zusammen in einen winzigen Transportbehälter gesetzt. Manche vertragen sich dann in der ungewohnten Enge und können nach ein paar Tagen wieder zusammen zu den anderen gebracht werden.
Bei allen Versuchen einer Zusammenführung ist es unerlässlich, dass der Tierhalter aufmerksam beobachtet, ob sich ein heftiger Streit entwickelt. Sollte dies der Fall sein, muss man die Tiere sofort voneinander trennen. Mit den geschilderten Methoden und viel Geduld kann ein Zusammenführen jedoch in vielen Fällen erfolgreich sein. |