Natürliche Winterpelzevon Dr. Rolf Spangenberg und Rainer Purwins 04. Dezember 2008 Hunde und Katzen legen Wert auf maßgefertigte und wärmende Winterbekleidung, wobei hier nicht an industriell hergestellte Kleidung gedacht ist! Natürlicherweise fällt ihnen im Herbst das Sommerfell aus und ein kuscheliger Winterpelz tritt an seine Stelle. Dabei gibt es jedoch wesentliche Unterschiede zwischen Hunden und Katzen. Beiden ist gemein, dass sie über relativ dicke und recht lange Deckhaare und feine Sekundärhaare (=Unterwolle) verfügen. Der Hund hat meist drei bis fünf Sekundärhaare pro Deckhaar, bei der Katze sind es 10 bis 15 je Deckhaar, daher sind Katzen so kuschelig.
Tierhaar muss gebürstet werden
Die Haare wachsen heran und fallen nach einiger Zeit aus, diesen Vorgang sollten Sie durch regelmäßiges Bürsten des Tieres unterstützen. Beim Yorkshire-Terrier, dem Maltheser, Shih-Tzu und Lhasa Apso wachsen sie dauernd und können zur leichteren Fellpflege und Sauberkeit geschnitten werden. Zu diesen Rassen zählt ebenso der Pudel, der aufgrund des Fellwachstums regelmäßig alle 4 bis 6 Wochen für das Schneiden des Haares und für die Fellpflege in einen Fachbetrieb (Hundesalon) gebracht werden sollte.
Tipp: Der Pudel und Mischlinge zwischen Labrador und Pudel (Labradudel) haaren praktisch nie, da ihr Fell bis zur Unendlichkeit wachsen würde, wenn es nicht gekürzt wird. Diese Hunde sind aufgrund ihres Fells auch für die meisten Allergiker geeignet, die eine Allergie gegen Hundehaare haben. Bei Allergien gegen die Hautschuppen oder den Speichel des Tieres sieht es leider oft anders aus.
Über das dichteste Hundefell verfügt der Labrador, der damit ungerührt im eiskalten Wasser schwimmen kann. Die Haarlänge ist rassetypisch unterschiedlich. Terrierrassen wechseln bis auf einige Ausnahmen kontinuierlich ihr Fell und haben im günstigsten Fall mehrere Haarschichten. Die obere Schicht würde im Laufe der Zeit ausfallen, dieser Vorgang wird durch regelmäßiges Trimmen (hierbei wird nur das obere, reife Haar herausgezupft) alle 9 bis 12 Wochen unterstützt.
Über die längsten Katzenhaare verfügen die Perser. An der Halskrause können sie 20 Centimeter erreichen – aneinandergereiht ergäben die Haare einer Perserkatze die Länge von 370 Kilometern, man kann ja ´mal nachmessen.
Hunde und Katzen haaren im Herbst und im Frühjahr
Von den genannten Ausnahmen abgesehen haaren Hunde und Katzen jeweils im Herbst und Frühjahr. Dies allerdings nur dann, wenn sie genügend in die Außenwelt kommen. Reine Stubentiere können dauernd haaren, da helfen keine Tinkturen oder Vitamine – nur Kämmen und Bürsten!
Tipp: Sollten bei der Fellpflege Probleme auftreten, dann bringen Sie ihr Tier in einen Heimtierpflegesalon und überlassen den Profis die Arbeit. Nutzen Sie die Ihnen zur Verfügung stehende tierfreie Zeit zum Beispiel für einen entspannten Weihnachtseinkauf.
Adressen von Fachbetrieben der Heimtierpflege finden sie unter http://www.zzf.de/ ueberuns/ mitglieder/ mitglieder.html?typ=4&plz= |