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Hund und Katze dürfen nur artgerecht naschen

Nicht alles, was Frauchen und Herrchen gerne naschen, ist auch gesund für Vierbeiner. Aber ab und an ein tiergerechtes Belohnungs-Leckerli schadet Hund und Katze nicht.

von Dr. Rolf Spangenberg

05. Juli 2010

Hunde und Katzen gelten als Familienmitglieder, man möchte sie daher auch gern verwöhnen. Dagegen ist nichts zu sagen, wenn ihnen dieses Verwöhnen Freude macht und nicht schadet. Einige Leckereien des Menschen sind für Hund und Katze jedoch giftig.

Ab und an ein artgerechtes Belohnungs-Leckerli schadet Hund und Katze nicht. Im Zoofachhandel findet sich eine Fülle gut bekömmlicher Leckerbissen. Dort werden Sie gleichzeitig beraten, wann und in welcher Menge man seine Vierbeiner damit belohnen kann. Die Menge macht es nicht, der Hund freut sich auch über ein nur tablettengroßes Häppchen, es braucht nicht immer ein ganzes Schweineohr zu sein. Katzen muss man meist erst mit etwas Geduld an Leckerli gewöhnen, bevor sie sich richtig darüber freuen können.

Doch bei aller Liebe, die Belohnung soll nicht schaden! Knabbereien des Menschen wie süße Kekse und gar Schokoladendrops sind tabu. Katzen können Süßes ohnehin nicht schmecken. Schokolade ist für beide schädlich, weil sie das giftige Theobromin enthält, man kann Hunde und Katzen damit töten. Theobromin findet man besonders reichlich in Bitterschokolade. Es hängt – wie bei allen noch erwähnten Giftstoffen – natürlich immer von der Menge ab, doch besteht keine Notwendigkeit, Tieren Schokolade zu geben.

Nicht anders sieht es mit dem beliebten Knoblauch aus, der als Speisegewürz in unserem Essen recht beliebt ist. Seine Rolle in der menschlichen Naturheilkunde soll nicht bestritten werden. Doch taugt Knoblauch als „natürliches“ Parasitenmittel überhaupt nichts! Spötter sagen, dass er Würmern und auf dem Fell hüpfenden oder krabbelnden Ungeziefer gut bekommt. Für Hunde und Katzen ist Knoblauch dagegen schädlich. Gewiss, mancher Halter hat ihn in gutem Glauben schon problemlos verabreicht, aber dann war die aufgenommene Menge für sichtbare Vergiftungserscheinungen zu gering. Da Knoblauch nicht hilft und nur schadet – Hände weg! Gleiches gilt übrigens auch für Küchenzwiebeln. Unter den exotischen Früchten sind Avocados, Macadamia-Nüsse und Kiwis (Katzen) giftig. Übrigens vertragen Hunde auch Weintrauben ab einer bestimmten Menge nur schlecht.

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