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Chronik
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Emil Haas - geachtet von der geamten Branche

Eigentlich hatte er Förster werden wollen: Emil Haas, am 26. Juni 1912 in Frankfurt geboren, wurde Zoofachhändler aus Überzeugung. Und übte viele Tätigkeiten im Dienst von Mensch und Tier aus, ehe er sich vor wenigen Jahren ganz in den privaten Bereich zurückzog. Lange Zeit war er Präsident des Zentralverbandes Zoologischer Fachgeschäfte Deutschlands e.V., Präsident der I.P.T.O., Mitglied des wissenschaftlichen Beirats zur Durchführung der WA-Konferenz und Leiter der Tierstation auf dem Frankfurter Flughafen. Emil Haas wurde das Bundesverdienstkreuz verliehen, weil er Verständnis für Natur und Kreatur zu wecken verstand und sich überdies unschätzbare Verdienste um den Berufsstand erwarb, dem er mit Leidenschaft angehörte.

Der Gärtnerlehrling Emil Haas besuchte nach Feierabend häufig Adolf Kiel, der gegenüber der Haas'schen Lehrgärtnerei in Frankfurt seine Wasserpflanzen und Fische pflegte. Eine mit Bestnote bestandene Gesellenprüfung reichte dem wißbegierigen jungen Haas nicht. Er belegte einen Biologie- und Botanik-Meisterkurs bei Dr. Julius Jaeschke. Auf diesem soliden Fundament des Wissens konnte Emil Haas ein Leben lang aufbauen. Schicksalhaft das Jahr 1933: Er eröffnete in der Alten Gasse in Frankfurt sein erstes Zoofachgeschäft. Nach Kriegsdienst bei der Marine, kehrte Emil Haas nach dem Zweiten Weltkrieg nach Frankfurt zurück. In der Mainzer Landstraße, in der Berliner Straße und schließlich am Kornmarkt betrieb er in den schwierigen Wiederaufbaujahren seine Zoofachhandlung. Umfangreiche Anlagen für Wasserpflanzen, Bromelien und Orchideen, für Zierfische und Heimtiere aller Art waren die Basis für den Erfolg des Unternehmens "Zoo-Haas", das in Frankfurt einen ausgezeichneten Ruf genoß.

Eine einprägsame Szene: Hessens Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry und ZZF-Vorsitzender Emil Haas durchschreiten im Jahr 1972 das Foyer der Wiesbadener Rhein-Main-Halle, um die 12. INTERZOO zu eröffnen.

Emil Haas verstand es, die Berufskollegen zu einer Art Frankfurter Zoofachhändler-Familie zusammenzuschweißen. Folgerichtig gehörte er zu den Männern, die nach dem Zweiten Weltkrieg den Wiederaufbau einer berufsständischen Organisation betrieben. Emil Haas stellte sich von Anfang an für ehrenamtliche Arbeit zur Verfügung. Lange Zeit Vize im Präsidium des ZZF wurde Emil Haas schließlich als Nachfolger von Rudolf Altrock zum Präsident des Zentralverbandes gewählt, dessen Ehrenpräsident er heute ist.

Seine fadengerade, ausgleichende Art, sein fundiertes Fachwissen und sein Geschick als Verhandlungsführer brachten ihm die Achtung aller ein, mit denen Emil Haas es zu tun hatte. In der Ära Haas wurde die Richtung vorgegeben, in der sich die Messe der Zoofachbranche zu ihrer heutigen Bedeutung hin entwickelte. Groß war der Einsatz des Präsidenten, wenn es darum ging, bei Behörden und Politikern vorstellig zu werden, um etwas für den Berufsstand zu erreichen. Der verhinderte Förster Emil Haas leistete sich mehr als zwei Jahrzehnte ein Jagdrevier im Spessart, sammelt Waffen, alte und neue Kunst. In der Bibliothek seines Hauses sind kostbare Werke der Zoologie und Biologie zu finden. Der Mann, der Antiquitäten und alte Weine liebt, ist ein charmanter Plauderer, der unendlich viele Geschichten über seine Zeit als Zoofachhändler in Frankfurt zu erzählen hat. Liebenswert wie er ist, genießt er wie kaum ein zweiter die Achtung der gesamten Branche.

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