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Allgemein 07.12.2016> Presse-Download

Buntes Treiben am Futterplatz – Wildvögel im Winter richtig füttern


Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) empfiehlt regelmäßige und maßvolle Fütterung / Naturnahe Gärten schaffen Lebensraum / Für jeden Vogel die richtige Kost / Hygiene am Futterplatz ist unerlässlich

Fröhliches Gezwitscher und buntes Treiben am Futterhaus: Darüber freuen sich im Winter viele Naturliebhaber. Sie beobachten einheimische Wildvögel gerne bei ihrer Mahlzeit. Doch nicht immer finden die gefiederten Tiere ausreichend Nahrung: Besonders in Großstädten wird der Lebensraum für Grünfinken oder Blaumeisen zunehmend knapp. Im Winter erschweren außerdem Frost und Schnee die Futtersuche. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) empfiehlt daher, die Vögel im Winter mit regelmäßiger und maßvoller Fütterung zu unterstützen.

Naturnahe Gärten schaffen Lebensraum

„Vogelliebhaber können schon im Herbst Futterstellen im Garten oder auf dem Balkon einrichten“, sagt ZZF-Präsident Norbert Holthenrich. Geeignet sind dafür Vogelhäuschen oder Futtersäulen zum Aufhängen. Am besten ist es, sie etwas erhöht anzubringen und damit vor Katzen oder anderen Räubern zu schützen. Um die Tiere in den eigenen Garten zu locken, sollte das Gelände möglichst naturnah gestaltet sein – mit einheimischen Bäumen und vielen Sträuchern. Kleine Laub- oder Komposthaufen sind ein idealer Tummelplatz für Insekten, die bei einigen Vogelarten auf dem Speiseplan stehen. Für Höhlenbrüter wie Meisen kann man auch Brutmöglichkeiten in Form von Nistkästen schaffen. Holthenrich rät außerdem, die Nistkästen für die nächste Brutsaison schon im Januar aufzuhängen, damit die Vögel sie rechtzeitig wahrnehmen.

Für jeden Vogel die richtige Kost

Ein Vogelkörper braucht in der kalten Jahreszeit sehr viel Energie, um seine Temperatur konstant zu halten. Heimische Vögel  lassen sich grob in Körner- und Weichfutterfresser unterscheiden. Beide Gruppen fressen energiereiche Kost wie Sonnenblumen- und Erdnusskerne. Zu den Körnerfressern, die mit ihrem kräftigen Schnabel harte Schalen aufbrechen können, gehören beispielsweise Finken und Sperlinge. Weiches und proteinreiches Futter benötigen dagegen die Rotkehlchen, Amseln oder Zaunkönige. Entsprechende Spezialmischungen gibt es im Zoofachhandel. Weichfutterfresser picken Kleie, Insekten oder Beeren auch gerne in Bodennähe auf. Es gibt spezielle Bodenfutterspender, die verhindern, dass das Futter nicht so schnell verdirbt. Insbesondere Meisen lieben auch ein Gemisch aus Fett und Samen, beispielsweise Meisenknödel.

Hygiene am Futterplatz ist unerlässlich

Hygiene ist bei der Fütterung unerlässlich: Um Krankheiten vorzubeugen, müssen die Futterstellen täglich gesäubert und Speisereste entfernt werden. Wer Wasser bereitstellt, sollte darauf achten, dass er es regelmäßig austauscht und das Gefäß reinigt. Außerdem sollte auch nach der Frostperiode unbedingt weitergefüttert werden, damit Vogeleltern für ihre Jungen geeignete Nahrung finden. Allerdings ist dann spezielles Ganzjahres- oder sogar Sommerfutter erforderlich. Darin befindet sich ist höhere Menge tierischer Proteine. Ganz wichtig: „Wer Vögel füttern möchte, sollte das täglich und ohne Pause bis zum Ende des Winters tun. Denn die Vögel gewöhnen sich an bestimmte Futterplätze, die deshalb immer befüllt sein sollten“, sagt Norbert Holthenrich.

pma 3216- Veröffentlichung kostenfrei - Beleg erbeten


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