A | A | A | Home | Karriere | WZF | Kontakt | Impressum | Datenschutz |    
Allgemein 18.07.2019> Presse-Download

Sonnenanbeter oder Schattenliebhaber: Welche Heimtiere den Sommer mögen und welche nicht


Katzen entscheiden selbst / Landschildkröten brauchen Sonne / Beim Wellensittich Zugluft vermeiden / Kleinsäugern kühle Plätze anbieten

Bei Heimtieren ist es wie beim Menschen. Manche kommen mit der Hitze im Sommer gut zurecht, andere verkriechen sich am liebsten an einem kühlen Platz. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e. V. (ZZF) verrät, wer die Sonnenanbeter und wer die Schattenliebhaber unter unseren Lieblingen sind.

Stubentiger suchen sich ihr bevorzugtes Plätzchen selbst
Dem beliebtesten Heimtier der Deutschen, der Katze, machen hohe Temperaturen eher wenig aus. Freigänger suchen sich selbstständig ein Schattenplätzchen, wenn es ihnen zu heiß wird. Eine Wohnungskatze hat es da etwas schwerer. Mit einigen Maßnahmen können Besitzer ihr jedoch das Leben erleichtern, wie ZZF-Präsident Norbert Holthenrich erklärt: „Morgens und abends sollten Tierhalter die Wohnung durchlüften und danach abdunkeln. Außerdem mögen es Katzen, sich auf einem kühlenden Bodenbelag wie Fliesen auszuruhen. Daher freuen sie sich darüber, wenn etwa die Tür zum Badezimmer offenbleibt.“ Genügend Trinkwasser sollte stets bereitstehen. Katzen mit dickem Fell müssen gerade im Sommer regelmäßig gebürstet werden.

Landschildkröten brauchen die Sonne
Auch die aus dem Mittelmeerraum stammende Landschildkröte mag den Sommer. Da sie zu den wechselwarmen Tieren gehört, ist sie auf Wärmezufuhr von außen angewiesen. Wer seinen gepanzerten Freund im Freigehege hält, sollte dieses an einem windgeschützten, sonnigen Platz errichten. Dabei ist die Morgensonne für die Aufwärmphase am wichtigsten. Schattige Bereiche, die zum Beispiel durch buschige Pflanzen wie Zwergföhren oder Koniferen entstehen, dürfen jedoch nicht fehlen. Eine Schale mit frischem Wasser sollte im Gehege stehen. Zudem freut sich die Schildkröte über knackige Salatblätter.

Ausreichend Wasser zum Trinken und Baden
Der Wellensittich, der ursprünglich aus Australien kommt, kann mit hohen Temperaturen recht gut umgehen. Stundenlang der prallen Sonne ausgesetzt zu sein, verträgt aber auch er nicht. Die Voliere stellen Halter am besten in den Schatten. Bei sehr großer Hitze können die Besitzer zur Kühlung ein feuchtes Tuch darüber hängen. Wellie braucht genau wie seine gefiederten Artgenossen genügend sauberes Trinkwasser und eine Badewanne, in der er sich abkühlen kann. Frisches Obst und Gemüse sind nicht nur ein Leckerbissen: „Da sie viel Wasser enthalten, helfen sie den Vögeln, ihren Flüssigkeitshaushalt aufzufüllen“, informiert Norbert Holthenrich. Eines sollten Vogelhalter dabei beachten: die Frischkost regelmäßig wechseln, da bei hohen Temperaturen schnell Schimmel entsteht. Wer seinen Wellensittich in der Wohnung hält, muss beim Durchlüften darauf achten, dass die Voliere nicht im Zug steht. Hier sind diese Tiere sehr empfindlich.   

Hunde nicht im Auto lassen!
Hunde haben mit Hitze schwer zu kämpfen. Auf keinen Fall dürfen Herrchen und Frauchen sie im Auto zurücklassen. Der Wageninnenraum heizt sich rasch auf, was zu schweren Herz- und Kreislaufstörungen und sogar zum Tod führen kann. Das Gassigehen sollten Hundehalter morgens und abends erledigen. „Außerdem bietet der Zoofachhandel einiges, was den Vierbeinern Abkühlung verschafft wie Hundepools, Kühlmatten oder Kühlwesten“, sagt Norbert Holthenrich.

Hitzschläge bei Kaninchen & Co. keine Seltenheit  
Für viele Kleinsäuger werden hohe Temperaturen ebenfalls schnell zur Qual. Wie Hunde können Kaninchen und Meerschweinchen nicht schwitzen, haben aber auch nicht die Möglichkeit, ihre Körpertemperatur durch Hecheln zu regulieren. Sie sind anfällig für Hitzschläge, die oft tödlich enden. Kühle Plätze, an die sie sich zurückziehen können, sind ein absolutes Muss. Wer sein Tier in der Wohnung hält, sollte das Gehege an einen schattigen Platz stellen. Norbert Holthenrich gibt zu bedenken: „Die Sonne wandert den Tag über. Das muss der Tierhalter bei der Auswahl des geeigneten Platzes immer im Hinterkopf haben.“
Im Freigehege können Sträucher und Bäume oder ein Sonnensegel Schatten spenden. Außerdem mögen es die Kleinsäuger, sich in feuchtem Sand oder auf Fliesen oder Kacheln abzukühlen. Wie bei allen beschriebenen Heimtieren ist auch bei den Kleinsäugern frisches Wasser unabdingbar.


A | A | A | Home | Impressum | Kontakt | English Info | Sitemap | © 2018 Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. nach oben