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ZZF zum Handel und zur Haltung von sogenannten Exoten und Wildtieren



Stärkung der artgerechten Tierhaltung

Zentrale Bedeutung hat für den ZZF die artgerechte Heimtierhaltung. ZZF-Mitglieder prüfen regelmäßig, welche Tiere für die private Haltung geeignet sind und unterwerfen sich den Selbstbeschränkungen im Handel mit Heimtieren, die der Verband festlegt.

Der ZZF versteht sich auch als Partner für die Tierhalter, die er im Rahmen verschiedener Dienstleistungsangebote berät. Außerdem kann er aufgrund seiner starken und erfahrenen Verbandsmitglieder auf vielseitig einsetzbare Fachkenntnisse zurückgreifen.

Bundeseinheitliche Regelung des Handels und der privaten Haltung von "Exoten" oder Wildtieren

Der ZZF spricht sich gegen ein generelles, bundesweites Verbot zur Haltung gefährlicher Tierarten/ "Exoten" aus. Vielmehr fordert er einen Sachkundenachweis für die Haltung von gefährlichen giftigen Tieren. Die Haltung einiger giftiger Tierarten erfordert besondere Fachkenntnisse, die belegt werden müssen. Dazu sollte gemeinsam mit der Politik eine Liste mit meldepflichtigen Arten und ein Kriterienkatalog erarbeitet werden. Somit erhalten erfahrene Hobbyisten weiterhin die Möglichkeit, verantwortungsvoll und sicher mit gefährlichen Tieren umzugehen.

Begriffsdefinition "Exoten" und "Wildtiere"

In der allgemeinen Debatte um Import-und Haltungsverbote wird häufig über sogenannte "Exoten" oder "Wildtiere" gesprochen. Dabei ist nicht genau erläutert, welche Tierarten hiermit konkret gemeint sind - nur Wildfänge oder auch nachgezüchtete importierte Tiere und etablierte Heimtiere wie Schildkröten und Ziervögel? Der ZZF würde in der weiteren Diskussion gerne den Begriff "Exoten" eliminieren, weil verallgemeinernde Begriffe und Formulierungen der Artenvielfalt nicht Rechnung tragen und somit den Tierschutz behindern. Unter "Wildtieren" versteht der ZZF Arten, die in ihrem äußeren Erscheinungsbild einer wild lebenden Art ähneln. Das heißt allerdings nicht, dass sie nicht bereits domestiziert wären oder der Domestikationsprozess bereits begonnen hat. Aus diesem Grund setzt der Verband sich dafür ein, eine festgeschriebene, präsize Begriffsdefinition der "Wildtiere" vorzunehmen beziehungsweise eindeutige Begriffe wie "wildgefangene Tiere", "Wildfänge", "gefährliche Tiere" etc. zu verwenden.

Importverbot von Wildfängen

Der Handel mit Wildfängen für die Heimtierhaltung fördert den Artenschutz. Bisher wurde noch keine einzige wildgefangene Tierart durch den Fang zum Zweck der Heimtierhaltung ausgerottet! Stattdessen könnte gerade ein generelles Verbot des Handels mit Wildfängen dazu führen, dass Biotope dieser Arten gefährdet werden und so ein Artenrückgang bis hin zum Aussterben beschleunigt wird. Denn die Exportländer haben ein ureigenes Interesse am Schutz ihrer natürlichen Ressourcen, wenn von diesen profitiert wird. Außerdem weist der ZZF sehr nachdrücklich darauf hin, dass ein Verbot den illegalen Tierhandel weiter stärken würde. Aus diesem Grund lehnt der Verband ein generelles Importverbot von Wildfängen ab.

Arterhaltung in Aquarien

Der ZZF setzt sich dafür ein, dass auch künftig beliebte Aquarienfische gehandelt werden dürfen. Durch Umweltzerstörungen ist ein Rückgang vieler Fischarten in der Wildnis zu verzeichnen. Viele Exemplare bedrohter oder gar in der Natur aufgrund von Umweltzerstörung bereits ausgestorbener Arten werden nur noch in der Aquaristik vermehrt. Aquarianer tragen dazu bei, dass Arten entdeckt und beschrieben werden. Ein Verbot der Einfuhr von Wildfängen hätte negative Auswirkungen auf die Nachzuchtbemühungen. Für die Nachzucht benötigen Züchter immer wieder auch Wildfänge, die eingekreuzt werden, um inzestuöse Schäden zu vermeiden. 

Illegaler Tierhandel

Den Kampf gegen illegalen Tierhandel unterstützt der ZZF uneingeschränkt. Wildfänge, die in ihren Herkunftsländern geschützt sind, dürfen nicht für den kommerziellen Lebendtierhandel in die EU eingeführt werden. Dem unerlaubten Handel mit Wildtieren muss mit harten Strafen begegnet werden. Die Bemühungen gegen den illegalen Handel müssen intensiviert und ausgeweitet werden.


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