A | A | A | Home | Karriere | WZF | Kontakt | Impressum | Datenschutz |    

Ausbildung zum/zur Zoofachhändler/in

Für die Ausbildung zum Kauffrau/-mann im Einzelhandel - Fachrichtung zoologischer Bedarf - benötigen Interessenten üblicherweise mindestens einen Hauptschulabschluss. Wie auch in den übrigen Sparten des Einzelhandels ist eine dreijährige Ausbildung im dualen System mit abschließender Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu durchlaufen. Die duale Ausbildung besteht aus der Arbeit im Ausbildungsbetrieb und dem Besuch der Berufsschule. Dabei liegt der Ausbildungsschwerpunkt der Berufsschule neben einigen allgemeinbildenden Fächern auf dem kaufmännischen Sektor, während der Ausbildungsbetrieb unter anderem Kenntnisse im Bereich der Warenkunde vermittelt.

Um verantwortliche Person im Sinne von §11 Tierschutzgesetz werden zu können, muss jeder ausgelernte Zoofachhändler zusätzlich seine Sach- und Fachkunde beim örtlichen Veterinäramt nachweisen.

Genehmigung für den Handel mit Tieren

Wer ein Zoofachgeschäft eröffnen möchte, muss nach Tierschutzgesetz § 11 Abs. 3 bei der zuständigen Veterinärbehörde eine Genehmigung einholen. In einem Antrag auf Erteilung der Erlaubnis sind anzugeben:

  • die zum Sortiment gehörenden Tierarten und die Stückzahl
  • die Räume und Einrichtungen für die Tierhaltung
  • die für die lebenden Tiere verantwortliche Person.

Die in einem Zoofachgeschäft für die Tiere verantwortliche Person ist verpflichtet, gegenüber dem örtlichen Veterinäramt ihre langjährige praktische Erfahrung im Umgang mit den handelsrelevanten Heimtierarten nachzuweisen. "Langjährig" wird dabei meist mit etwa drei Jahren gleichgesetzt. Das bedeutet, der Antragsteller muss Unterlagen einreichen, die die praktische Erfahrung im Umgang mit den Heimtierarten sowie die theoretischen Kenntnisse belegen.

Manchmal lädt die nach Landesrecht zuständige Behörde die Antragsteller zusätzlich zu einem Fachkundegespräch/mündliche Prüfung. Zu diesem Fachgespräch kann die Behörde externe Experten als Prüfungskommission hinzuziehen. In einigen Bundesländern (Brandenburg und Bayern) ist das zusätzliche Fachkundegespräch quasi obligatorisch.

Achtung: Wer seine Ausbildung in einem Betrieb ohne Lebendtier-Sortiment absolviert hat, kann den Sachkundenachweis aufgrund der fehlenden Erfahrung im Umgang mit Tieren nicht erbringen!

Quereinsteiger

Zoofachhandels-Quereinsteiger (Züchter, Tierpfleger, private Tierhalter etc.), die auch mit Tieren handeln wollen bzw. die verantwortliche Person in einem Zoofachgeschäft werden wollen, müssen ebenfalls einen Antrag bei der örtlichen Veterinärbehörde stellen. Voraussetzung für die Erlaubnis zum gewerbsmäßigen Handel mit Heimtieren ist die langjährige Erfahrung im Umgang mit allen Heimtieren, die ins Sortiment aufgenommen werden sollen.

Die Erfahrung im Umgang mit den handelsrelevanten Tierarten und die theoretische Sachkunde beweisen Antragsteller mit Hilfe von Unterlagen beispielsweise über Zuchterfolge und ggf. auch durch eidesstattliche Erklärungen Dritter. Nach Prüfung dieser Unterlagen lädt die Behörde sie häufig zu einem zusätzlichen bzw. in einigen Bundesländern auch quasi obligatorischen Fachkundegespräch/mündliche Prüfung.

Weitere Informationen über die Ausbildung zum Zoofachhändler gibt es bei Stellen der Agentur für Arbeit sowie der Industrie- und Handelskammer (IHK).

Für die Vorbereitung auf ein Fachkundegespräch können die Ausbildungsordner des ZZF (mit Beispielfragen) bestellt werden.

Download


> ZZF Merkblatt - Die erforderlichen Genehmigungen für den Zoofachhandel


ZZF-Zusatzqualifikation

Mit der ZZF-Zusatzqualifikation wird die Ausbildung im Einzelhandel um fachspezifisches Wissen erweitert und ersetzt das Fachgespräch nach §11 TschG... mehr >

A | A | A | Home | Impressum | Kontakt | English Info | Sitemap | © 2018 Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. nach oben