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Wir als Tierhalterorganisation, Tierexpertinnen und -experten, Tierärzteverbände, Tierschützer und Mitglieder der Heimtierbranche unterstützen das Ziel, für mehr Tierschutz in der Heimtierhaltung zu sorgen. Aufgrund von fachlichen Gründen sind wir jedoch der Auffassung, dass eine sogenannte Positiv- bzw. Erlaubnisliste nicht mehr Tierwohl für die Heimtierhaltung bringen würde.




#TierwohlStattHeimtierverbot

Gutachten zur Positivliste

Prof. Dr. Dr. Tade M. Spranger von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn hat im Auftrag des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) eine „Gutachterliche Stellungnahme zur rechtlichen Zulässigkeit der Einführung einer nationalen Positivliste für Heimtiere unter besonderer Würdigung verfassungsrechtlicher und europarechtlicher Aspekte“ erstellt.

Eine Heimtier-Positivliste ist unabhängig davon europarechtswidrig, ob Urheber einer solchen Liste der deutsche Gesetzgeber oder aber die Europäische Union selbst ist.

— Prof. Dr. Dr. Tade M. Spranger

Das Gutachten legt dar, dass zwar strengere Maßnahmen zum Schutz von Tieren grundsätzlich zulässig seien, aber eine nationale Positivliste einen Verstoß gegen geltendes Völkerrecht bedeute. Ihre Einführung stelle außerdem im EU-Recht unter anderem einen Verstoß gegen die Warenverkehrsfreiheit dar. Ein Positivliste verletze zudem Grundrechte wie die Berufsfreiheit sowie das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Derartige Eingriffe seien nicht mit dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu vereinbaren.

Gutachten zur Positivliste als Download