Koalitionsvertrag: ZZF begrüßt Regulierung des Online-Handels mit Heimtieren
| Pressemeldung
Der Verband der deutschen Heimtierbranche, Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF), begrüßt die in dem Koalitionsvertrag der Bundestagsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP vorgesehene Stärkung des Tierschutzes im Bereich der Heimtierhaltung.
So will die Ampelkoalition auch die vom ZZF geforderte Identitätsüberprüfung im Onlinehandel mit Heimtieren als Verpflichtung einführen. Dies wird nach Auffassung des ZZF dazu beitragen, den Verkauf von Tieren mit Qualzuchtmerkmalen sowie mit nach geltendem Recht als invasiv eingestuften Arten und illegale Angebote artgeschützter Tiere einzudämmen.
ZZF-Präsident Norbert Holthenrich und ZZF-Geschäftsführer Gordon Bonnet werten auch die angekündigte Einrichtung des Amtes eines beziehungsweise einer Tierschutzbeauftragten positiv und freuen sich auf den künftigen Dialog. Darüber hinaus sieht der Koalitionsvertrag eine Aktualisierung der Leitlinien für Tierbörsen und eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde vor.
Der ZZF begrüßt, dass die Koalition sich auch dem Kampf gegen das Artensterben widmen will. Unter anderem ist geplant, den illegalen Handel mit geschützten Arten auch im Online-Handel zu unterbinden und den Vollzug durch eine Task-Force zu stärken.
Kritisch bewertet der ZZF, dass sich die Koalitionspartner für ein Importverbot für Wildfänge für den Heimtiermarkt einsetzen wollen, da dies dem Artenschutz zuwiderläuft. Der ZZF positioniert sich entschieden gegen den illegalen Handel mit lebenden Tieren. Wildfänge, die in ihren Herkunftsländern geschützt sind, dürfen nicht für den kommerziellen Lebendtierhandel in die EU eingeführt werden. Der Verband plädiert für nachhaltige Formen der Wildtierbewirtschaftung und -nutzung in den natürlichen Habitaten und setzt sich für einen nachhaltigen Handel mit Wildfängen gemäß den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen ein. Tierfreunde, die Wildtiere als Heimtiere halten wollen, sollten jedoch auch in der Lage bleiben, Tiere auf legalem Weg anschaffen und halten zu können. Ein generelles Verbot des Handels mit Naturentnahmen würde die Biotope dieser Arten gefährden und so deren Rückgang bis hin zum Aussterben beschleunigen.
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