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Tag der Fische am 22. August: Ein Aquarium braucht Wissen und Geduld: Diese 5 Fehler sollten Einsteiger vermeiden

19.08.2026  |  Pressemeldung

Wer Zierfische halten möchte, sollte sich vor der Anschaffung intensiv über ihre Bedürfnisse informieren. Viele Probleme lassen sich durch die richtige Vorbereitung vermeiden. Der ZZF – Zentralverband der Heimtierbranche zeigt, worauf Aquaristik-Einsteiger besonders achten sollten.

Foto: Dr. Stefan K. Hetz

Ein Aquarium bringt eine faszinierende Welt unter Wasser ins eigene Zuhause. Doch damit sich Zierfische und andere Bewohner dauerhaft wohlfühlen, sollten sich angehende Aquarianer intensiv mit den Bedürfnissen ihrer Tiere und den Anforderungen des Aquariums beschäftigen. Denn viele Probleme entstehen nicht erst bei der Pflege, sondern bereits in der Vorbereitung.

„Ein Aquarium ist ein lebendiges Ökosystem. Wer dessen biologische Zusammenhänge versteht, schafft die Grundlage für gesunde Fische und dauerhaft stabile Wasserwerte“, erklärt Mike Schneider, stellvertretender Vorsitzender der Fachgruppe „Heimtierzucht und -großhandel“ des ZZF – Zentralverband der Heimtierbranche e.V.

1. Der Anfang braucht viel Zeit und Geduld

Das Aquarium steht, die Pflanzen sind eingesetzt und das Wasser ist klar. Viele Einsteiger denken deshalb, alles sei startbereit. Tatsächlich entwickelt sich das Ökosystem Aquarium aber erst in den folgenden Wochen. Mike Schneider weist darauf hin, dass ein Aquarium Zeit braucht, um zu einem stabilen Lebensraum zu werden: „Im Filter und Bodengrund müssen sich zunächst Mikroorganismen ansiedeln, die Abfallstoffe abbauen. Wer schon nach wenigen Tagen Fische einsetzt, gefährdet die Gesundheit der Tiere.“

2. Wasserwerte: Das Unsichtbare im Blick behalten

Das Wasser wirkt klar, die Pflanzen sind grün und die Fische fressen: Am Anfang verlassen sich viele auf den ersten Eindruck und messen die Wasserqualität nur selten. Ein Aquarium ist jedoch ein sensibles Ökosystem, dessen Zustand sich nicht immer mit bloßem Auge beurteilen lässt. „Regelmäßige Kontrollen wichtiger Wasserparameter mit Hilfe von Teststreifen oder flüssigen Indikatoren helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Mit einem Teilwasserwechsel lässt sich dann gegensteuern, bevor es für die Fische kritisch wird“, so Schneider.

3. Weniger ist beim Fischbesatz oft mehr

Ein Schwarm Neonsalmler hier, einige Panzerwelse dort und vielleicht noch Zwergbuntbarsche? Was im Zoofachgeschäft in einzelnen Aquarien betrachtet attraktiv aussieht, kann im heimischen Aquarium schnell zu viel werden. Jeder Fisch produziert Ausscheidungen und beansprucht einen ungestörten Platz. Wird das Aquarium zu dicht besetzt und das Wasser zu selten gewechselt, gerät das Ökosystem leicht ins Wanken. Gerade Einsteiger fahren oft besser mit weniger Arten und einem moderaten Besatz. So bleiben die Wasserparameter stabil und die Tiere können ihr natürliches Verhalten zeigen.

4. Erst informieren, dann einsetzen

Eine kleine Prachtschmerle kann nach einigen Jahren locker 20 Zentimeter lang sein. „Wer sich vorab nicht über die spätere Größe und die Ansprüche einer Art informiert, steht schnell vor Problemen“, betont Schneider. Wichtig ist auch zu wissen, welche Arten mit welchen anderen Bewohnern harmonieren.

5. Das richtige Futter zur richtigen Zeit

Die Fische kommen sofort an die Wasseroberfläche geschwommen, sobald sich jemand dem Aquarium nähert? Oft wird dieses Verhalten als Hunger interpretiert und der Griff zur Futterdose passiert häufiger als notwendig. Was gut gemeint ist, kann aber Probleme verursachen: Nicht gefressene Futterreste belasten das Wasser und fördern unerwünschtes Algenwachstum. Für gesunde Fische ist nicht die größte Futtermenge entscheidend, sondern eine bedarfsgerechte und abwechslungsreiche Ernährung.

Der ZZF empfiehlt, sich bereits vor der Anschaffung im Zoofachhandel beraten zu lassen. Dort erhalten Tierhaltende Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Arten und bei Fragen zur Einrichtung und Pflege des Aquariums. Auch das Ratgeberportal my-fish.org bietet umfangreiche Hilfestellungen für Einsteiger und erfahrene Aquarianer.

Weitere Pressemeldung zum Tag der Fische: 

Sprache unter Wasser: Stumm wie ein Fisch – oder doch nicht?

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Antje Schreiber

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Stefanie Klinge-Engelhardt

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