
Veranstaltungen – Parlamentarischer Abend
Der ZZF steht das ganze Jahr über in stetigem Dialog mit der Politik, Züchterverbänden, Tierärzten, Wirtschaftsverbänden, Tierschutzverbänden und weiteren Tierorganisationen. Einmal im Jahr findet zudem in Berlin der Parlamentarische Abend des ZZF oder die politische Dialogtagung „Wir fürs Tier“ mit zahlreichen Politikern, ihren Mitarbeitern und den Vertretern verschiedener Medien statt. In angeregter Atmosphäre begegnen sich Vertreter der Heimtierbranche und Politiker und tauschen sich über aktuelle Fragen zum Zusammenleben mit Heimtieren aus.

„Klare Regeln und Aufklärung“: Parlamentarischer Abend 2025
Am 3. November 2025 stand beim Parlamentarischen Abend des ZZF in Berlin unter der Schirmherrschaft von MdB Anna Aeikens (CDU), Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, das Thema „Qualzucht verhindern“ im Fokus. Rund 80 Gäste fanden sich im Haus der Parlamentarischen Gesellschaft ein, darunter Silvia Breher, Bundestierschutzbeauftragte und Parlamentarische Staatssekretärin des BMLEH, sowie die Landestierschutzbeauftragten aus Baden-Württemberg, Brandenburg und Sachsen. Viele Akteure aus dem tierpolitischen Berlin waren ebenso vertreten wie Verbände der Tierärzteschaft und weitere Verbände der Heimtierbranche.
In seiner Ansprache forderte ZZF-Präsident Norbert Holthenrich eine einheitliche rechtliche Grundlage, die klar definiert, in welcher Ausprägung ein Merkmal oder eine Zuchtform als Qualzucht gilt, und die Aktualisierung des wissenschaftlichen Gutachtens zur Auslegung von §11b des Tierschutzgesetzes aus dem Jahr 1999. Der Schutz von Heimtieren, so Holthenrich, dürfe nicht von veralteten Kriterien abhängen.

Gesprächsrunde zum Thema „Qualzucht verhindern“
- Anna Aeikens, Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU)
- Dr. Christine Bothmann, Präsidentin des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte e.V. (BbT)
- Prof. Dr. Achim Gruber, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Tierpathologie der Freien Universität Berlin
- Volker Ennenbach, ZZF-Vorstandsmitglied, Geschäftsführer „Das Tropenparadies“
- Moderation: Antje Schreiber
Um Qualzuchten zu verhindern, war sich die Gesprächsrunde einig, braucht es klare Regeln und rechtssichere Vorgaben. Zudem müssten Tierhaltende noch stärker sensibilisiert und über ihre Folgen – nicht nur für die Tiere selbst – aufgeklärt werden. Wer sich ein Tier mit Qualzucht-Merkmalen anschaffe, müsse sich der enormen Kosten für Medikamente oder Operationen bewusst sein, die ein betroffenes Tier mit sich bringen könne. Neben gesetzlichen Vorgaben sei ein Umdenken in der Gesellschaft entscheidend: Qualzuchten sind weder niedlich noch schick, sondern aufgrund ihrer Leiden bedauernswert.
Impressionen 2025


































