Harte Wochen für Wildvögel: Vogelfütterung bietet Überlebenshilfe für den Winter
| Pressemeldung
ZZF informiert über ausgewogene Fütterung von Wildvögeln / Hygiene am Futterplatz verhindert Ausbreitung von Krankheiten / Im Frühjahr auf Sommerfütterung umstellen / Guter Zeitpunkt für Nistkästen
ZZF informiert über ausgewogene Fütterung von Wildvögeln / Hygiene am Futterplatz verhindert Ausbreitung von Krankheiten / Im Frühjahr auf Sommerfütterung umstellen / Guter Zeitpunkt für Nistkästen
Schnee bis in die Niederungen: allerhöchste Zeit, an die Wildvögel zu denken! Für Amsel, Sperling, Rotkehlchen, Meisen und viele weitere Vogelarten machen Eis, Schnee und gefrorene Böden die Futtersuche schwer. Gerade in Ballungsräumen und intensiv genutzten landwirtschaftlichen Gebieten gibt es zudem immer weniger natürliche Nahrungsquellen. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) rät, Wildvögeln mit einer fachgerechten Fütterung durch die letzten Winterwochen zu helfen.
Wenn für Weichfresser und Körnerfresser gleichermaßen passende Nahrung im Futterhäuschen liegt, dann sammeln sich häufig verschiedenste Wildvogelarten um die Futterstelle. So genannte Allesfresser wie Meise und Specht stellt man mit Fett-Körner-Mischungen zufrieden. Bei Weichfressern, zu denen Zaunkönig, Amsel und Star zählen, stehen tierische Kost und Beeren auf dem Speiseplan. Dazu gehören Insekten und Rosinen, aber auch Getreideflocken. Körnerfresser wie Fink und Sperling ernähren sich von Sonnenblumenkernen, Hanf und anderen Samen.
"Nach besonders kalten Nächten haben Vögel einen erhöhten Energiebedarf, um ihre Körpertemperatur zu halten. Dann brauchen sie ein möglichst fetthaltiges Futter", erklärt ZZF-Präsident Norbert Holthenrich. Das energiereichere Winterfutter ist deshalb - je nach regionaler Wetterlage - bis in den März hinein angemessen. Mit der Temperatur ändert sich dann im Frühjahr der Futterbedarf der Vögel: Es muss nicht mehr so fettreich sein und auch nicht mehr so viel. Empfehlenswert ist es generell, jeweils nur Futter für ein bis zwei Tage anzubieten. So behalten Vogelfreunde den Überblick und das Futterhaus oder Silo bleibt sauber. Ab Ende März sollten die Tiere dann nur noch spezielles Sommerfutter bekommen. Für alle Vogelarten und Jahreszeiten gibt es im Zoofachhandel eine umfangreiche Futterauswahl.
Als passender Platz für die Vogelfütterung im Garten eignen sich Rasenflächen in der Nähe von Hecken oder Hauswänden. Dort können Vogelfreunde gut ein Futterhaus platzieren, in dem sich die gefiederten Freunde wohl fühlen und den Überblick behalten. Zu nah am Fenster sollte es aber nicht stehen, damit die Vögel im Anflug nicht versehentlich gegen die Scheibe fliegen. Außerdem muss es vor Katzen gesichert sein. Im Fachhandel gibt es dafür Metallrohre oder sehr glatt polierte Holzrohre als Ständer. Ein Futterhaus, das die Katze beobachten kann und das für sie erreichbar ist, werden die Vögel meiden.
Der Fressplatz sollte täglich gereinigt und übrig gebliebenes Futter entfernt werden. Nehmen die Vögel durch Kot verunreinigtes Futter zu sich, können sich Krankheitserreger ausbreiten. Sitzstangen sind daher hygienischer als Plattformen, Silos sauberer als Futterhäuschen. Soll es dennoch ein Futterhäuschen sein, gibt es auch kleinere Varianten, die gut zugänglich sind und sich gründlich reinigen lassen.
Auch zum Aufhängen eines Nistkastens ist das Ende des Winters ein passender Zeitpunkt. "Wenn die Vögel durch die Fütterung in den Garten gelockt wurden, kann man ihnen dort gut einen Nistkasten anbieten", erklärt der ZZF-Präsident. Ist das Winterwetter nämlich überstanden, beginnen die Vögel mit den Vorbereitungen für ihren Nestbau.
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Die Blaumeise freut sich über das Futterangebot im Schnee. (Abdruck für redaktionelle Zwecke honorarfrei)
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