Kaninchen im Freigehege: An was Halter jetzt denken sollten

07.10.2019  |  Pressemeldung

Außengehege winterfest machen / Ideale Pflanzzeit für Schattenspender beginnt im Herbst / Kompetente Beratung im regionalen Zoofachhandel

Außengehege winterfest machen / Ideale Pflanzzeit für Schattenspender beginnt im Herbst / Kompetente Beratung im regionalen Zoofachhandel

Kaninchen fühlen sich in einem Freigehege überaus wohl. Im Sommer und Winter benötigen die Tiere jedoch einen besonderen Schutz. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um das Außengehege für die nächste Saison noch tiergerechter zu gestalten, wie der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) informiert.

Auf ungiftige Gewächse achten
Wer seine Kaninchen im Außengehege hält, braucht im Sommer einen schattigen Standort mit Rückzugsmöglichkeiten. Denn den Kleinsäugern machen Sonne und Hitze sehr zu schaffen. Sträucher und Bäume sind ideale Schattenspender, und die beste Pflanzzeit für viele Gewächse beginnt jetzt. Oktober bis März sind optimale Monate, um Sträucher zu pflanzen – Voraussetzung ist, dass der Boden nicht gefroren ist.
Wer jetzt aktiv werden will, muss winterfeste beziehungsweise frostunempfindliche Pflanzen kaufen. Einheimischen Sträuchern und Bäumen, von denen es auch Zwergformen gibt, macht der Winter nichts aus. „Tierhalter sollten darauf achten, ungiftige Pflanzen auszuwählen. Denn Kaninchen knabbern sie unter Umständen an“, warnt Kleinsäugerexpertin und ZZF-Vorstandsmitglied Katharina Engling. Damit es nicht zu Vergiftungen kommt, sollte man im Gehege auf giftige Pflanzen wie zum Beispiel Goldregen, einige Arten des Rhododendrons, Kirschlorbeer und Ginster generell verzichten.

Schutz vor Regen, Schnee und Wind
Gesunde Kaninchen können den Winter in der Regel problemlos draußen verbringen. Sie müssen sich jedoch erst an die Gegebenheiten im Freigehege gewöhnen. „Die Tiere sollten einen langsamen Temperaturprozess durchlaufen, damit sich ihr Fell an die nach und nach kältere Umgebung anpasst und im Winter wirklichen Schutz bietet“, informiert Katharina Engling. Sie empfiehlt, die Kaninchen nach draußen zu setzen, wenn die Temperatur nicht mehr unter 15 Grad fällt.
Neben genügend Auslauf brauchen Kaninchen im Außengehege einen wetterfesten Bereich, in den sie sich vor Regen, Schnee und Wind zurückziehen können. Vorsichtshalber sind vergitterte Türen beispielsweise mit einer Scheibe gegen Zugluft zu schützen. Lüftungsschlitze sollten mit eingeplant werden. Tierhalter können Wände, Boden und Dach des Stalls mit Holz isolieren. Auch Styropor eignet sich hervorragend als Dämmmaterial. „Es muss nur so angebracht werden, dass die Tiere keine Möglichkeit haben, daran zu knabbern“, betont Katharina Engling.

Wasser und Einstreu kontrollieren
Der Stall sollte keinen direkten Bodenkontakt haben und großzügig mit saugfähiger und isolierender Einstreu, am besten mit Stroh, ausgepolstert werden. „Bitte darauf achten, dass die Einstreu stets trocken ist. Regelmäßiges Ausmisten ist absolute Pflicht, damit die Tiere nicht krank werden“, erklärt die Fachfrau. Außerdem muss der Halter täglich kontrollieren, dass das Trinkwasser für seine Lieblinge nicht zugefroren ist. Trinkflaschen sind ungeeignet, da die Tiere an den Nippeln festfrieren können.
Grundsätzlich ist bei der Außenhaltung immer auf eine energiereiche Nahrung zu achten. Sind Kaninchen das ganze Jahr über draußen, hält eine angepasste Fütterung die Stoffwechselfunktionen und die Körpertemperatur während der kalten Jahreszeit aufrecht. Sinken die Temperaturen im Herbst, so ist eine Umstellung auf energiereicheres Futter zu empfehlen. „Im Fachhandel gibt es explizit Futtermittel, die auf die Winter-Outdoor-Haltung ausgerichtet sind und in ihrer Zusammensetzung zudem das Immunsystem und den Atemtrakt der Kaninchen unterstützen“, so Katharina Engling.
Weitere Informationen zu einem sommer- und winterfesten Außengehege gibt es in regionalen Zoofachmärkten.

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Antje Schreiber

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Stefanie Klinge-Engelhardt

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